

Eigensinn und Geschichte
pp. 591-599
in: Lutz Danneberg, Friedrich Vollhardt (eds), Wie international ist die Literaturwissenschaft?, Stuttgart, Metzler, 1996Abstract
Bei den folgenden Überlegungen handelt es sich um den Versuch einer Bilanzierung von Erfahrungen mit der Frage, wie die Germanistik sich in Afrika nützlich machen könne, mit der Frage zumal, weshalb man dort deutschsprachige Literatur zur Kenntnis und nicht nur deshalb ernstnehmen solle, weil sie Prüfungsstoff ist. Im Zuge regelmäßiger Gastprofessuren an schwarzafrikanischen Universitäten und einer sich daraus ergebenden Betreuung afrikanischer Doktoranden und Habilitanden hat sich für mich ein Weg der Internationalisierung meines Faches, der deutschen Literaturwissenschaft, gezeigt, von dem ich hier berichten möchte.1 Ich werde dabei vor allem darlegen, welche Art von Wissen man bei einer Internationalisierung literaturwissenschaftlicher Arbeit, wie ich sie hier vorstellen möchte, von der Literatur erlangen kann.