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Publication details

Verlag: Verlag für Sozialwissenschaften

Ort: Wiesbaden

Jahr: 2011

Pages: 39-114

ISBN (Hardback): 9783531174341

Volle Referenz:

Bernhard Waldenfels, "Aufmerksamkeit", in: Medienkultur und Gesellschaftsstruktur, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 2011

Abstrakt

Als René Descartes um 1650 den ›Être attentif‹ als Leitmaxime und Erkenntnismodus in die intelligible Welt brachte, konnte er nicht wissen, dass damit ein Schlüsselbegriff geboren war, der nachhaltig verschiedene Diskurse begründen und eine rege Forschungstätigkeit bewirken würde. Schnell lässt das 18. Jahrhundert eine zunehmende Verdichtung der phänomenalen Einhegung wie distinkten Begriffsbestimmung von Aufmerksamkeit im Umkreis von (empirischer) Psychologie, Pädagogik, Anthropologie und Ästhetik beobachten. Der erste diskursive Höhepunkt scheint dann zu Beginn des 19. Jahrhunderts erreicht. Es lebt und wirkt ein Aufmerksamkeitsdiskurs, der sich dem Problem von Erkenntniserweiterung, wünschenswerter Erziehung und maßvollen Verhaltensmodellen unter Bedingungen von menschlicher Perfektibilität und Disziplinierung verschreibt, der scharfsichtig am Komplexitätsproblem vor dessen moderner semantischer Karriere laboriert und von dem man annehmen darf, dass sich seine Bezugsprobleme mittlerweile um ein Vielfaches gesteigert haben.

Publication details

Verlag: Verlag für Sozialwissenschaften

Ort: Wiesbaden

Jahr: 2011

Pages: 39-114

ISBN (Hardback): 9783531174341

Volle Referenz:

Bernhard Waldenfels, "Aufmerksamkeit", in: Medienkultur und Gesellschaftsstruktur, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 2011